Effizienzgrenzen-Analyse

Analyse einzelner Anwendungsgebiete.

Effizienzgrenzen-Analyse

Mit dem Konzept der Effizienzgrenze sollen Informationen innerhalb eines Indikationsgebietes generiert werden, die den Entscheidungsträgern als Handlungsempfehlung für die Festsetzung von Erstattungshöchstbeträgen dienen können.

Damit soll die in der gesundheitsökonomischen Evaluation etablierte Vorgehensweise inkrementeller Kosten-Effektivitäts-Verhältnisse erweitert werden. In der Folge soll darüber die Berücksichtigung einer rationalen Mittelverwendung innerhalb eines Indikationsgebietes unter Berücksichtigung der vom IQWiG durchgeführten Nutzenbewertung ermöglicht werden.

Die Effizienzgrenze stellt den Nutzen der verfügbaren Interventionen innerhalb eines Indikationsgebietes endpunktbezogen den Nettokosten dieser Interventionen gegenüber. Dabei wird gegebenenfalls der aus der vorgeschalteten Nutzenbewertung ermittelte therapeutische Zusatznutzen in ein approximativ kardinalskaliertes Maß überführt. Die Effizienzgrenze selber gestaltet sich aus den effizientesten Therapiealternativen innerhalb des Indikationsgebietes. Über die Einbindung nicht nur der neuen Technologie, sondern auch der bestehenden Behandlungsalternativen in die Analyse (hier angenommen als Technologie mit dem höchsten Nutzen) lässt sich eine potenzielle Handlungsempfehlung über den Wert und einen angemessenen Preis für den Entscheidungsträger ableiten.